Kunde vor OrtDiese Seite entstand basierend auf den Diskussion während des 7. Treffens der XP Users Group Stuttgart, der ich ausdrücklich dafür danke! |
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Eine weitere wichtige Aufgabe des Kunden vor Ort ist es, für die Programmierer jederzeit ansprechbar zu sein, um Detailfragen in Bezug auf Benutzergeschichten zu klären. Für das Planungsspiel werden die Benutzergeschichten nur bis zu einem Detaillierungsgrad definiert, der für die Auswahl zur Implementierung bzw. die Aufwandsabschätzung erforderlich ist. Wenn es dann an die konkrete Implementierung geht, ist es normal, daß weiterer Klärungsbedarf entsteht.
Was passieren kann, wenn der Kunde mal einen Tag lang nicht ansprechbar war, zeigt folgendes Beispiel:
Das Beispiel zeigt aber auch, daß der angerichtete Schaden relativ gering war, da der Kunde nur einen Tag nicht verfügbar war. Positiv läßt sich auch vermerken, daß das Mißverständnis nicht erst am Ende des Releasezyklus entdeckt wurde (was in traditionellen Methodologien häufig passiert), sondern unmittelbar nachdem die Programmierer daran gearbeitet hatten. Die Änderung war daher sehr schnell vorgenommen, und der Prozess konnte seinen gewohnten Lauf nehmen. VariantenAuch wenn das oben gesagte die optimale Lösung darstellt, so stellt sich in vielen Fällen in der Praxis heraus, daß nicht immer ein Kunde vor Ort sein kann. Dann muß man über Alternativen nachdenken, wohl wissend, daß jede dieser Alternativen Nachteile gegenüber der Lösung "gemäß Lehrbuch" aufweist. In der Regel wird zusätzlicher Kommunikationsaufwand erforderlich sein. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Person aus den eigenen Reihen auszuwählen, die sozusagen als "Anwalt des Kunden" fungiert. Auch für diese Lösung kommen wiederum mehrere Varianten in Frage. In manchen Unternehmen werden Produktmanager dafür eingesetzt, in anderen Fällen übernimmt ein Programmmanager die Aufgabe. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, ein Mitglied des Programmierteams dafür zu verwenden. In jedem dieser Fälle wird diese Person dann quasi zum "Proxy". Diese Varianten können insbesondere dann von Vorteil sein, wenn man an einem System arbeitet, das für viele Kunden vorgesehen ist. Es ist zum Beispiel relativ unpraktikabel, alle Benutzer eines Textverarbeitungsprogrammes ins Programmierteam zu holen. Tipps
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